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Thematische Erweiterung – Ihr Umgang mit der Krise

Gesundheit wird durch vielfältige Faktoren beeinflusst: Am offensichtlichsten zunächst durch das individuelle Gesundheitsverhalten, wie das Ernährungs-, Bewegungs- oder Rauchverhalten. Aber auch die Umwelt und die Bedingungen, denen wir ausgesetzt sind, üben einen entsprechenden Einfluss aus – das zeigt einmal mehr die anhaltende Corona-Pandemie.

Personale und soziale Schutzfaktoren erhalten Gesundheit

Eine gesunde und altersgemäße Entwicklung im Kindes- und Jugendalter trotz kritischer Umstände und Ereignisse sowie die Fähigkeit im Erwachsenenalter mit kritischen Lebensereignissen umgehen zu können wird als Resilienz bezeichnet. Personale wie soziale Schutzfaktoren tragen dazu bei, die psychische und physische Gesundheit zu erhalten. Dazu zählen u. a. Persönlichkeitsmerkmale, Lebenskompetenzen, Bewältigungsstrategien, Selbstwirksamkeitserfahrung, Sicherung von Grundbedingungen, soziale Unterstützung, Netzwerke, positives und strukturgebendes Klima. Im Landesprogramm für die gute gesunde Schule sind Resilienz und die Förderung von Schutzfaktoren explizit im Themenkomplex „Entspannung – Wohlbefinden – Lebenskompetenzen“ enthalten und sollen durch verhaltens- wie auch verhältnispräventive Ansätze unterstützt werden.

Schule – gesundheitsförderliche Lebenswelt in Krisenzeiten

Neben der langfristigen und kontinuierlichen Stärkung von Schutzfaktoren sind diese augenscheinlich in Krisenzeiten gefragt. Zeitdruck, Stress, Angst, dynamische Entwicklungen, Aufgabenvielfalt, Unsicherheiten und unklare Rahmenbedingungen sind einige der Faktoren, die eine solche Krise zusätzlich begleiten und die gesamte Schulfamilie belasten. Schule kann in Krisenzeiten eine fördernde, strukturgebende Umgebung mit einem positiven Klima schaffen. Der souveräne Umgang mit Herausforderungen und Einschränkungen während der Corona-Krise, kluge wie kreative Lösungsstrategien können soziale Schutzfaktoren bieten. Die Beispiele reichen von aufmunternden Botschaften an den Schultoren, Mentoren-Angebote unter den Schülerinnen und Schülern bis hin zu Online-Sprechstunden. 

Gelerntes wertschätzen – Gelingendes weitertragen

Das Landesprogramm für die gute gesunde Schule möchte in diesen besonderen Zeiten eine Möglichkeit schaffen, das Geleistete zu dokumentieren, wertzuschätzen, gelingende Strategien transparent zu machen und weiterzutragen.

Die coronabedingte Verlängerung des Landesprogramms geht deshalb mit einer thematischen Erweiterung einher. Der Themenbereich „Entspannung – Wohlbefinden – Lebenskompetenzen“ wurde explizit um die Beispiele Krisenbewältigung/Krisenmanagement ergänzt.

Sie haben damit die Möglichkeit, Ihre „Erfahrungen im Umgang mit der Corona-Pandemie“ als eines der zwei geforderten Projekte im Rahmen des Landesprogramms einzureichen. Stellen Sie hierfür im Dokumentationsbogen Ihren Umgang mit den Herausforderungen und Einschränkungen dar. Welche Lösungsstrategien haben Sie und die gesamte Schulfamilie gewählt?

Folgende Fragen sind von besonderem Interesse:

  • Worin lagen besondere Bedarfe und Bedürfnisse?
  • Welche Wege des Krisenmanagements haben Sie eingeschlagen?
  • Wie sind Sie mit zusätzlichen Belastungen bei Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften umgegangen?
  • Welche Strukturen, Konzepte wurden geschaffen bzgl. Lernmöglichkeiten, Kommunikations-, Teilhabe-und Kontaktmöglichkeiten?
  • Welche Ansätze haben Sie als gesundheitsförderlich wahrgenommen?
  • Wie können Schutzfaktoren, wie Selbstwirksamkeit und Lebenskompetenz, in der akuten Phase und darüber hinaus gestärkt werden?
  • Welche Erkenntnisse lassen sich aus der akuten Krise, den bestehenden Einschränkungen und zukünftig für die Prävention von übertragbaren und nicht-übertragbaren Krankheiten in der Schule ableiten?